Z'Berg Robert (1849-1878)

und das spätere

Atelier Robert Z‘Berg (1878-1902)


Robert Z‘Berg wurde am 27. Oktober 1849 als Sohn des Josef Z‘Berg und der Karolina Danioth in Altdorf geboren.

Am 1. Januar 1874 übernahm er das fotografische Atelier des Urner Fotopioniers Vinzenz Müller (s. Anzeige). Aus Z‘Bergs Leben sind nur wenige Daten bekannt. 1878 erkrankte er am sogenannten „Nervenfieber“ die damalige Bezeichnung für für den „Typhus cerebralis“ das wohl auf mangelnde hygienische Einrichtungen zurückzuführen war. Am 12. Mai 1878, starb Robert Z‘Berg im jugendlichen Alter von nur 29 Jahren. Er hinterliess seine Frau Karolina Z‘Berg-Gisler und vier kleine Kinder: Robert, Lina, Wilhelm und Otto. Otte der spätere Fotograf hat seinen Vater nie gesehen, denn er kam erst sieben Monate nach dessen Tod, am 2. Dezember 1878n zur Welt.

Am 20. Juli 1878 kündigte die Witwe Karolina M. Z‘Berg, die nun allein die ganze Sorge für die Familie zu tragen hatte, im Urnerwochenblatt an, dass sie einen Fotografen angestellt habe und das Fotografie-Geschäft an der Schmiedgasse in Altdorf weiterführen werde (s. weiter unten) .

Die Spezialitäten des Ateliers waren „Portraits in allen Formaten, Augenblicks-Aufnahmen von Kindern, Gruppen, Gesellschaften und Vereinen, Vergrösserungen bis zur Lebensgrösse, Reproduktionen in aller Art, und Landschaften in jedem gewünschten Format.“ Das Atelier lieferte auch Fotografierämchen und besorgte auf Wunsch das Einrahmen der Bilder.

Robert Z‘Bergs Aufnahmen - sein hinterlassenes Werk ist naturgemäss nicht sehr gross, und vieles davon ist durch die Zeit zerstört worden - strahlen den ganzen Reiz der Arbeiten aus der Frühzeit der Fotografie aus.

Die junge Witwe Karolina M. Z‘Berg hielt das Andenken an ihren früh verstorbenen Mann Robert aufrecht, indem sie sein Atelier unter seinem Namen weiterführte in der Hoffnung, das Geschäft später einem ihrer Kinder übergeben zu können, wenn diese erwachsen seien.

Die Aufnahmen, die die Bezeichnung „Robert Z‘Berg“ tragen, stammen also nur zum kleinsten Teil von Robert Z‘Berg selber. Hinweise auf die Autorschaft geben neben zeitlichen und stilistischen Argumente vor allem die bedruckten Rückseiten der Fotokartons, die gemäss damaligen Brauch fleissig gewechselt wurden. Mit ihrer Hilfe lassen sich die Aufnahmen einigermassen sicher zeitlich einordnen.


Inserat im Urner Amtsblatt, Januar 1874

Frühe Kabinett Karten von Robert Z'Berg

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Synnberg – eine Fotografen-Dynastie mit Bezug zu Uri.pdf

CdV's im Wandel der Zeit

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Josef CASPAR Adelrich Meyer (21.2.1828-28.4.1886), 
verheiratet mit Josefa Clara Müller aus Hospental.

 Hotelier:   Miterbauer des Meyerhof in Hospental
Hotel zu den Dreikönigen in Andermatt
                       Postpferdehalter, Spediteur, Landwirt und Ratsherr


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„Geschw. Gisler (Waldegers) Altdorf“ (on verso)

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Im Buch „Uri damals“ von Karl Iten versehentlich dem Fotografen Otto Zberg (Sohn von Robert) zugeschrieben.

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Das Atelier Z‘Berg hat zeitweise eine 

Filiale in Andermatt betrieben.

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Inserat im Urner-Wochenblatt vom 19. Dezmber 1885


Sek.Lit.:   Karl Iten, Uri Damals Photographien und Zeitdokumente 1855-1925

                Urner-Wochenblatt